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Direkte Rede in indirekter Rede wiedergeben

Die indirekte Rede dient der distanzierten und sachlichen Berichterstattung über Äußerungen oder Gedanken Dritter. Im Gegensatz zum wörtlichen Zitat wird hierbei nicht der exakte Wortlaut, sondern lediglich der sinngemäße Inhalt wiedergegeben, wobei auf Anführungszeichen verzichtet wird.

Formale Umsetzung

Der Modus des Konjunktivs kennzeichnet die indirekte Rede als fremde Aussage. Dabei gelten folgende Prioritäten bei der Verbform:

  • Konjunktiv 1: Dies ist die Standardform für die indirekte Wiedergabe. Er wird vom Präsensstamm des jeweiligen Verbs abgeleitet.
  • Konjunktiv 2: Diese Form kommt als Ersatz zum Einsatz, wenn der Konjunktiv I identisch mit der Indikativform (der normalen Gegenwartsform) ist.
  • Ersatzform mit „würde“: Falls auch der Konjunktiv II nicht eindeutig ist oder veraltet klingt, greift man auf die Konstruktion „würde + Infinitiv“ zurück.



Anpassung von Pronomen und Umständen

Da sich bei der Umwandlung die Sprecherperspektive verschiebt, müssen verschiedene Satzelemente angepasst werden:

  • Personenwechsel: Personal- und Possessivpronomen der 1. und 2. Person werden in der Regel in die 3. Person überführt (z. B. „mein“ wird zu „sein/ihr“).
  • Lokale und temporale Angaben: Orts- und Zeitangaben müssen dem neuen Kontext entsprechen (z. B. wird aus „heute“ oft „an jenem Tag“ und aus „hier“ ein „dort“).
  • Satzbau: Die Wiedergabe kann als Nebensatz (eingeleitet durch „dass“ oder ein Fragewort) oder als eigenständiger Hauptsatz erfolgen.



direkte_rede_in_indirekter_rede_wiedergeben.txt · Zuletzt geändert: von marfel